Unsere Mitglieder (Teil II)

Richard Rill

2016-04-24 17.57.56

Seit Wann bist Du JOM-Mitglied?
2014
Wie bist Du auf JOM aufmerksam geworden?
Durch Neugier.
Warum bist Du Mitglied bei JOM?
Um mit Gleichgesinnten eine der aufregendsten und faszinierendsten Kunstformen überhaupt zu erleben. Und weil ich sonst vermutlich niemals jemanden getroffen hätte, der den Castorf-Ring verteidigt.
Highlights wahrend Deiner Mitgliedschaft?
Die Bayreuthfahrten.
Reisen mit JOM?
Bregenz 2015
Lieblingsoper?
Es kann nicht nur eine Lieblingsoper geben, dazu ist die Kunstform Oper viel zu vielseitig und komplex. Daher bieten sich zwei Kniffe an:
1. Der Ring-Trick: Der Ring.
2. Die narzisstische Variante: Alle Opern von Komponisten, deren Vorname ich teile.
Eigentlich ergibt das aber immer noch eine höchst unbefriedigend unvollständige Antwort.
Langweiligste Oper?
Kann Oper überhaupt LANGWEILIG sein? Anstrengend, hässlich, schockierend, ermüdend, womöglich sogar abstoßend und scheußlich vielleicht, aber langweilig…?
Beste Inszenierung mit JOM erlebt?
Elektra an der Bayerischen Staatsoper.
Lieblingsplatz?
Balkon, eher vorne, eher in der Mitte; alternativ: Parkett, Reihe 1, Mitte schräg hinter dem Dirigenten so dass man mitlesen kann und jede noch so kleine Regung in den Gesichtern der Sänger erkennt.
Das Beste an JOM?
Der Verein hilft junge Menschen für die Oper zu begeistern! Man hat ja bisweilen sonst die Befürchtung, dass in 40 Jahren vor leerem Haus gespielt werden wird.

Toni Scharle

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 Seit Wann bist Du JOM-Mitglied? 
Seit ich nach München gezogen bin, also Ende 2012.

Wie bist Du auf JOM aufmerksam geworden?/Warum bist Du Mitglied bei JOM?
Es war die Website. Ich war davor häufig gesehener Gast in den Berliner Opernhäusern, da hat man viele nette Leute schlichtweg dadurch getroffen, dass man gemeinsam stundenlang an der Abendkasse stand und allein aufgrund des Ortes und des Anlasses des Anstehens Gesprächsthemen auf der Hand liegen. In München war ich anfangs doch recht häufig allein in der Oper. Nachdem ich mitbekommen habe, dass in Bayern (Achtung, Klischee!) alles über Vereine läuft, habe ich dann den Mitgliedsantrag ausgefüllt und es nie bereut. 

Highlights wahrend Deiner Mitgliedschaft?
„Mein erstes Mal“ in Bayreuth. Generalprobe Siegfried. Was für eine Atmosphäre, was für eine Inszenierung. Das Opernwochenende in Genua und natürlich unser Opernwochenende in München mit den Juvenilia-Leuten.


Wie hat sich der Verein in den vergangenen Jahren verändert und was schätzt daran?
Es ist „sozialer“ geworden. Zu meiner Anfangszeit wirkte der Verein eher auf die Möglichkeit, an günstige Karten zu kommen, reduziert. Im Laufe der Jahre war es dann doch häufiger, dass man mal andere Sachen zusammen gemacht hat und die Runden in der Weinstube wurden größer. Eine tolle Entwicklung.

Lieblingswerke?
Der Ring, wenn er als eine Einheit gezählt wird. Ansonsten Die Frau ohne Schatten. Das ist für mich so ein bisschen für die Romantische Oper das, was die Spezielle Relativitätstheorie für die klassische Physik ist: Das ist der Höhepunkt, der Abschluss, nach dieser allumspannenden Sache und der Frage nach Menschlichkeit, Mitgefühl, Endlichkeit und der Überwindung derselben aus ewigem Tode zu ewigem Leben, muss etwas ganz anderes kommen. Und so kam es dann ja (in Physik und Musik) auch.
Im Ballett ist es übrigens, wenn es als ein Werk zählt, der Siegal-Portraitabend. So viel Energie und gleichzeitig so viel Eleganz.

Lieblingsplatz?
Unabhängig vom Preis Balkon erste Reihe Mitte. Aber mit der Zeit habe ich mich auch in „meine“ Galerie Erste Reihe Seite-Plätze verliebt. Schon allein aufgrund der vielen tollen Aufführungen, die ich von diesen Plätzen erlebt habe.